
Über mich
Ich glaube an das, was unter der Oberfläche spürbar ist
An das Wissen, das sich zeigt, wenn jemand wirklich zuhört. An Fragen, die nicht sofort beantwortet werden müssen. Und an Veränderungen, die dort beginnen, wo Menschen sich selbst wieder genauer wahrnehmen können.
Ich bin Scarlett Edosah – systemische Therapeutin, Beraterin, Coach und Sozialarbeiterin.
Seit vielen Jahren begleite ich Menschen in sozialen und pädagogischen Arbeitsfeldern. Ich habe mit Kindern, Jugendlichen, Eltern, Fachkräften und Teams gearbeitet und dabei immer wieder erlebt, wie eng persönliches Erleben mit Beziehungen, Institutionen und gesellschaftlichen Bedingungen verbunden ist.
Meine beruflichen Erfahrungen haben mich gelehrt, genau hinzusehen: auf das, was ausgesprochen wird, auf das, was zwischen Menschen geschieht, und auf das, was in Strukturen häufig unsichtbar bleibt.
Dabei begegne ich Menschen nicht nur als Fachperson. Ich bin Zuhörende, Fragende und Sortierende. Manchmal bin ich Haltende, manchmal Gegenüber und manchmal diejenige, die eine andere Perspektive anbietet.
Mein Weg
Mein beruflicher Weg begann in der Sozialen Arbeit. Über viele Jahre war ich insbesondere in der Kinder- und Jugendhilfe und im schulischen Kontext tätig.
Dort habe ich Familien in belastenden Situationen begleitet, Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung unterstützt, Konflikte moderiert und Fachkräfte beraten. Gleichzeitig habe ich erlebt, wie viel Verantwortung Menschen in sozialen Berufen tragen und wie schnell dabei die eigenen Grenzen, Bedürfnisse oder Unsicherheiten in den Hintergrund geraten können.
Neben der direkten Arbeit mit Menschen haben mich deshalb zunehmend auch die Dynamiken in Teams und Organisationen interessiert: Wie entstehen Konflikte? Welche unausgesprochenen Rollen wirken? Was brauchen Fachkräfte, um handlungsfähig zu bleiben? Und wie können Führung und Zusammenarbeit so gestaltet werden, dass Menschen nicht nur funktionieren, sondern Verantwortung tragfähig übernehmen können?
Aus diesen Fragen heraus entwickelte sich mein Weg weiter – von der Sozialen Arbeit über systemische Beratung und Therapie hin zu Coaching, Supervision und Prozessbegleitung.
Heute verbinde ich diese unterschiedlichen Perspektiven miteinander: die persönliche Innenwelt, Beziehungen, berufliche Rollen und die Strukturen, in denen Menschen leben und arbeiten.
Was mich persönlich prägt
Als Schwarze Cis Frau ist mein Blick auch durch eigene Erfahrungen mit Mehrfachzugehörigkeit, gesellschaftlichen Zuschreibungen und dem Bewegen zwischen unterschiedlichen Lebensrealitäten geprägt.
Ich kenne das Erleben, in manchen Räumen besonders sichtbar und in anderen nicht vollständig gesehen zu sein. Ich kenne die Frage, wie viel Anpassung notwendig erscheint, um dazuzugehören, und wie viel Kraft es kosten kann, den eigenen Platz immer wieder erklären zu müssen.
Diese Erfahrungen haben meine Wahrnehmung für Machtverhältnisse, Zugehörigkeit und unausgesprochene Erwartungen geschärft.
Sie sind Teil meiner Haltung, ohne dass ich davon ausgehe, dass unsere Erfahrungen gleich sind. Im Mittelpunkt stehen immer Sie, Ihre Geschichte und Ihre eigene Bedeutung dessen, was Sie erlebt haben.
Meine Arbeit
Ich begleite Menschen, die spüren, dass etwas nicht mehr stimmig ist: in ihnen selbst, in ihren Beziehungen, in ihrem beruflichen Erleben oder in der Welt, in der sie sich bewegen.
Oft arbeite ich mit Menschen, die viel reflektieren, Verantwortung übernehmen und bereits einiges über sich verstanden haben. Und die zugleich merken, dass Verstehen allein nicht immer ausreicht.
Mich interessiert nicht, wie ein Mensch vermeintlich funktionieren sollte. Mich interessiert, was hinter dem Erleben liegt, welche Muster einmal hilfreich waren und was heute wieder in Bewegung kommen möchte.
Dabei glaube ich nicht an schnelle Lösungen oder allgemeingültige Antworten. Ich glaube an ehrliche Prozesse, an leise Aha-Momente und an die Kraft, die entsteht, wenn jemand sich zeigen darf, ohne vorschnell bewertet oder eingeordnet zu werden.
InnenEcho
InnenEcho ist für mich ein Raum für Reflexion, Verbindung und neue Perspektiven.
Ein Raum, in dem persönliche, familiäre und berufliche Themen ebenso ihren Platz haben wie Erfahrungen von Zugehörigkeit, Ausgrenzung, Diskriminierung oder gesellschaftlichem Druck.
In unserer gemeinsamen Arbeit geht es nicht darum, Ihnen fertige Lösungen vorzugeben. Wir schauen gemeinsam darauf, was wirkt, was Sie festhält und welche Veränderungen für Sie stimmig und tragfähig sein können.
Qualifikationen
- Systemische Einzel-, Paar- und Familientherapeutin
- Systemische Beraterin
- Systemischer Coach für Neue Autorität
- Insoweit erfahrene Fachkraft für Kinderschutz (§ 8a SGB VIII)
- Rassismuskritische Referentin und Trainerin
- Schulmediatorin
- Sozialarbeiterin (B.A.)
Meine Arbeitsweise
Systemisch und kontextbezogen
Ich betrachte Menschen nicht isoliert, sondern im Zusammenhang mit ihren Beziehungen, Erfahrungen, Rollen und Lebensbedingungen.
Ressourcenorientiert
Neben Belastungen und Konflikten haben auch Ihre Fähigkeiten, Erfahrungen und bereits vorhandenen Handlungsmöglichkeiten Raum.
Diskriminierungssensibel und intersektional
Gesellschaftliche Machtverhältnisse, strukturelle Ungleichheit und Diskriminierung werden dort mitgedacht, wo sie für Ihr Erleben bedeutsam sind.
Klar und zugewandt
Ich arbeite empathisch und auf Augenhöhe. Dazu gehören für mich sowohl Schutz und Verständnis als auch ehrliche Rückmeldungen und behutsame Konfrontation.
Methodenoffen
Je nach Anliegen arbeite ich mit Gespräch, Reflexion, visualisierenden Methoden, systemischer Aufstellungsarbeit und körperorientierten Zugängen.
Eine gute Begleitung braucht für mich neben Fachlichkeit auch Resonanz, Vertrauen und das Gefühl, mit den eigenen Widersprüchen willkommen zu sein.
Sie müssen noch nicht genau wissen, was Ihr Thema ist oder wohin der gemeinsame Weg führen soll. Es reicht, wenn Sie spüren, dass etwas Aufmerksamkeit braucht.
